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Black Chicken Studios Forums

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Before I get started -or continue- with the developing tale of Korvettenkapitän Korky, I’ll just point out what I think I already did in the KMM. I hate the nazis.

To keep my person from being confused with a fictional nazi captain by some hasty readers, I decided to make the protagonist a man of his time, but one who has his struggles with that strict nazi ideology. But since the story IS placed in Germany and starts in 1939 I will write "evil nazi things" into the story to confront my captain and crew with it. It would be weird if they would not run into that stuff at least when the scenes take place in Germany. Btw if you need a German political figure to relate him to, try Franz von Papen or Gustav Stresemann.

The story itself will feature characters who are full out nazis. Because not having them would be untruthful to the historical background in my opinion. How I exactly handle it can be observed within the story and if anyone feels uneasy about it, you can contact me, we can discuss this by exchanging views and arguments and I will probably edit it.

One more thing I will put out as well:

Crimes, rudeness and nasty stuff will be written here. So if you don't want to come across this, you better read another fanfic. The WWII years in Germany were no pony ranch.

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As practiced in the KMM my posts will feature at least German text in black and English text in blue. If you see any other colour, I most likely use another language.... probably poorly performed.

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If you want to get the prelude click here.

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17. Oktober 1939, Marinearsenal Kiel, am Zerstörerpier des 2. Nixenjägergeschwaders (2. NJG)

Als das Locken gepfiffen wurde, war Korky sofort wach. Er fühlte sich so ausgeruht wie lange nicht mehr. Seine Koje war deutlich angenehmer als das Feldbett in seiner Zelle in Berlin und das sanfte Wiegen des Schiffes im Hafenwasser hatte ihm gefehlt. Er setzte sich auf sein Bett und sein Blick fiel auf einen Ölfleck auf dem Stuhl neben seinem Bett. War der gestern auch schon da gewesen? Korky genoss kurz das Gefühl von Heimat, welches er nur zu Hause oder auf seinem Schiff empfand. Nach fünf Minuten kam der Weckruf: „Reise Reise! Seemann wach auf, der Alte ist wieder da!“ Und dann hörte er die ganze Mannschaft antworten "Ach du Scheiße!" und schmunzelte. Er hatte diesen Haufen Banditen vermisst. Jeden Einzelnen von Ihnen. Dabei würde er heute einige von Ihnen vermutlich für immer verlieren. Und das auf eine Weise die ihm nicht passte. Er konnte es aber niemandem verübeln, wenn er sich entscheiden würde zu gehen. Die ganze Mission musste für viele wie Wahnsinn erscheinen. Korky schob die trüben Gedanken zur Seite. Seine erste richtige Rasur seit Wochen tat richtig gut. Er rasierte sich nur zu Hause oder im Hafen, wodurch in Berlin ein nicht ganz so prächtiger, aber voller Bart gewachsen war, der es verdient hatte abrasiert zu werden.
When the lure* was whistled, Korky was awake immediately. He felt as rested as he had not felt in a long time. His berth was much more comfortable than the cot in his cell in Berlin and he had missed the gentle weighing of the ship in the harbour water. He sat down on his bed and his sight fell on an oil stain on the chair beside his bed. Had it been there yesterday already? Korky briefly enjoyed the homelike feeling, which he felt only at home or on his ship. After five minutes, the wake-up call came: "Rise! Rise!** Sailor wake up, the old man is back! "And then he heard the whole crew answer "Oh, shit!" and smiled. He had missed this bunch of bandits. Every single one of them. And today he would probably lose some of them forever. In a way that did not suit him. But he could not blame anyone who decided to leave. The whole mission had to seem like madness to a bunch of them. Korky pushed the gloomy thoughts aside. His first real shave in weeks felt very good. He shaved only at home or in the harbour. This had given him a not so rich but full beard in Berlin, that deserved to be shaved off.

Rasiert, geschniegelt und gebügelt trat er in den Gang. Sofort eilte ein Decksgast an ihm vorbei und grüßte mit Hand an der Mütze und "Guten Morgen, Herr Kapitän!" bevor er weiter auf Deck eilte um zum befohlenen Morgenappell anzutreten. Korky ging langsam durch den Gang als ihm Kowalski entgegenkam. Kowalski salutierte, "Guten Morgen, Kapitän! Ich wollte Sie zum Appell abholen." "Hast du Angst ich kenne mein Schiff nicht mehr und verlaufe mich, KaLeu?" erwiderte Korky schmunzelnd. Kapitänleutnant Adam Kowalski war der erste Wachoffizier (I.WO) und zusammen mit dem Navigationsoffizier Kapitänleutnant Hans "Grabo" Grabowski und dem Smutje Leutnant z.S. Fritz Schmidt der Kern der "Landratten" wie sie sich selber nannten. Alle vier kamen aus dem Ruhrgebiet, hatten sich in Mürwik kennengelernt und waren später zusammen im Ruhrkampf gewesen. Grabo und Korky kannten sich sogar schon seit der Schule.
Shaved, dressed up and ironed, he stepped into the corridor. Immediately, a deck guest hurried past him and greeted with a hand on the cap and "Good morning, Kapitän!" before he hurried on deck for the commanded morning line up. Korky walked slowly down the corridor as Kowalski met him. Kowalski saluted, "Good morning, Kapitän, I wanted to pick you up." "Are you afraid I don’t know my ship anymore and get lost, KaLeu?" Korky replied with a smile. Kapitänleutnant Adam Kowalski was the first officer of the watch (I.WO) and together with the navigational officer Kapitänleutnant z.S. Hans "Grabo" Grabowski and the Smutje Leutnant z.S. Fritz Schmidt the core of the "Landratten" as they called themselves. All four came from the Ruhr area, had met in Mürwik and later had been together in the Ruhr fight. Grabo and Korky even knew each other since school.

Zusammen gingen Sie an Deck, wo die ersten Matrosen schon am Heck angetreten waren. Der kurze Müller wies bereits alle ein und von Bugwärts kam der lange Müller mit zügigen Schritten und mehreren Soldaten seiner Wache. Es gab viele Müller an Bord, aber nur die beiden Decksältesten, der lange Müller und der kurze Müller hatten Spitznamen. Sie waren schon bei Kriegsende in Korkys Mannschaft gelandet. Damals waren sie noch einfache Matrosen gewesen. Mittlerweile waren beide Oberbootsmann und verantwortlich für die unteren Decks. Unterhalb des Turms Erwin stand bereits der Bayer. Der Bayer war II. WO, hieß eigentlich Anton Huber, aber nahm es einem nicht krumm, wenn man ihn einfach „Bayer“ nannte. So lange alles in Ordnung war. War nicht alles in Ordnung hatte er auch schon Decksgäste über Bord geworfen, die ihn in unpassenden Momenten nicht korrekt mit „Herr Oberleutnant“ angesprochen hatten. Aber spätestens wenn man Maat war wusste man um die Feinheiten der Mannschaft. Oder wurde kein Maat. Darum war auch noch kein Maat oder höher in irgendeinem dreckigen Hafenwasser gelandet.
Together they went on deck where the first sailors had already started to line up at the stern. The short Müller already instructed everyone and from the bow came the long Müller with speedy steps and several soldiers of his watch. There were several Müller on board, but only the two Deck Elders, the long Müller and the short Müller had nicknames. They became members of Korky's crew at the end of the war. Back then, they were simple sailors. By now both were Oberbootsmann and responsible for the lower decks. Below the gun tower Erwin stood already the Bayer. The Bayer was II. WO, was actually named Anton Huber, but did not take it crooked, if people just called him "Bayer". As long as everything was fine. In cases when everything was not fine, he had thrown deck guests overboard, who had addressed him in inappropriate moments not properly with "Herr Oberleutnant". But at least when you were Maat you knew about the finer points of the team. Or did not become a Maat. So no Maat or more senior crew member ever had to be thrown in dirty harbour waters.

Neben ihm standen der Artillerieoffizier Leutnant z.S. Michael „Michi“ Hinterspaten, Torpedooffizier Oberleutnant z.S. Bernd Meier und Maschinenoffizier Oberleutnant z.S. Heinrich „Hinnerk“ Knoop. Damit war das kleine aber feine Offizierskorps des Zerstörers komplett. Korky stellte sich dazu und begrüßte alle mit militärischem Gruß und Handschlag bis Grabo von hinten kam und alle darauf hinwies, dass der Hafen Augen habe. Korky seufzte kurz und wartete dann dass alle in Reih und Glied angetreten waren.
Next to him were the artillery officer Leutnant z.S. Michael "Michi" Hinterspaten, torpedo officer Leutnant z.S. Bernd Meier and machine officer Leutnant z.S. Heinrich "Hinnerk" Knoop. Thus the small but fine officer corps of the destroyer was complete. Korky joined them and greeted everyone with a military salute and handshake until Grabo came from behind, pointing out to everyone that the harbour had eyes. Korky sighed briefly and then waited for everyone to line up.

„Drei Mann hintereinander, viele viele Nebeneinander!!“ schnauzte der lange Müller über Deck. „Sind wir hier in der AGA*** oder was?“ Korky beugte sich zu Kowalski, „Wie oft hast du Appell gemacht in der Zeit in der ich nicht da war?“ Kowalski wurde etwas verlegen und meinte nur, „Ach, Kurwa. Ich wusste ich hatte was vergessen.“ „Du hast nicht einen einzigen Appell machen lassen?“ „Die Mannschaft hat eh Ausgangssperre und darf das Schiff nicht verlassen. Dank unserer neuen Freunde bei der Feldgendarmerie.“ „Ach die gibt es jetzt wieder?“ „Ja und sie machen ihre Arbeit genau so wie man es von unerfahrenen, aber übereifrigen Kameraden erwarten würde.“ Korky seufzte, als der KaLeu das sagte. Damit würde das Hafenleben jetzt noch unangenehmer werden. Das hatte Grabo also damit gemeint. Endlich kam der kurze Müller und wollte Meldung machen als Kowalski anfing zu hüsteln. Der kurze Müller guckte kurz irritiert bis ihm sein Fehler auffiel und er vom militärischen Gruß blitzschnell in den deutschen Gruß wechselte. Vermutlich gerade noch rechtzeitig um nicht gleich von den neuen Kameraden einkassiert zu werden. „Danke Oberbootsmann.“ Korky wartete bis der Oberbootsmann an die Seite getreten war und grüßte seine Mannschaft übereifrig, überkorrekt und überlaut mit dem deutschen Gruß. Und seine Mannschaft antwortete entsprechend. Ebenfalls übereifrig, überkorrekt und überlaut.
"Three men in a row, many side by side!" The long Müller yelled across the deck. "Are we in the AGA*** or what?" Korky leaned toward Kowalski, "How many times have you made them line up in the time I wasn’t here?" Kowalski was a little embarrassed and said, "Oh, Kurwa. I knew I had forgotten something." "You did not make a single line up?" "The crew has a curfew and mustn’t leave the ship. Thanks to our new friends at the Feldgendarmerie." "Oh, they exist again?" "Yes, and they do their work exactly as one would expect from inexperienced but overzealous comrades." Korky sighed as the KaLeu said so. This would make port life even more unpleasant. That's what had Grabo meant by his earlier remark. Finally, the short Müller came and wanted to report when Kowalski began to cough. The short Müller briefly looked irritated until he noticed his mistake and he quickly changed from a military salute to the German salute. Probably just in time to not be nicked by the new comrades. "Thank you, Oberbootsmann." Korky waited until the Oberbootsmann had stepped aside and greeted his crew over-zealous, over-correct and over-loud with the German salute. His crew responded accordingly. Also over-zealous, over-correct and over-loud.

„Männer es ist schön wieder bei euch zu sein! Rührt euch!“ fing Korky an, als ihm etwas auffiel. Wo war sie? „KaLeu, fehlt da nicht jemand?“ fragte Korky laut und deutlich. „Jawohl, Herr Kapitän! Drei Männer sind im Lazarett und fünf Männer sind im Vorpiek.“ „Im Vorpiek, KaLeu???“ fragte ein völlig überrumpelter Korky. Was war denn hier passiert während seiner Abwesenheit? „Im Vorpiek, Herr Kapitän!“ bestätigte Kowalski pflichtbewusst. „Die Gründe sind der Mannschaft bekannt. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, gebe ich Ihnen nachher in der Messe einen ausführlichen Bericht, Herr Kapitän!“ „Na da bin ich ja mal gespannt, KaLeu. Gibt es sonst noch etwas, was mir gemeldet werden sollte bevor ich hier fortfahre?“ „Nein, Herr Kapitän!“ erwiderte Kowalski. Korky sammelte sich kurz. „Also gut Männer, wie ihr wisst hat sich die Lage zu Kriegsbeginn schlagartig verändert. Euch brauche ich das nicht erzählen was hier steht“, Korky winkte mit einem Bericht über die Nixen, „Ihr wart ja alle dabei als die Hölle losbrach während unseres Gefechts mit den Pollacken, darum erspare ich euch diesen Bericht. Wer ihn dennoch lesen will meldet sich bei Oberleutnant Huber nach dem Mittagsabbanken.“ Korky schaute sich noch einmal um. „Wo ist denn unser neues Mannschaftsmitglied? Ich habe hier Befehle für sie.“ Korky wedelte mit einem kleinen, grauen Umschlag. Eine gespannte Stille legte sich über die Angetretenen.
"Men it's nice to be back with you! At ease! ", Korky began, when he noticed something. Where was she? "KaLeu, isn’t someone missing?" Korky asked loud and clear. "Yes, Herr Kapitän! Three men are in the hospital and five men are in the forepiek." "In the forepiek, KaLeu ???" asked a completely surprised Korky. What happened here during his absence? "In the forepeak, Captain!" Kowalski confirmed dutifully. "The reasons are known to the crew. If you don’t mind, I'll give you a detailed report later in the mess, Herr Kapitän!" "Well, I'm curious, KaLeu. Is there anything else that should be reported to me before I continue here?" "No, Herr Kapitän!" Kowalski replied. Korky gathered himself briefly. "Well, men, as you know, the situation at the beginning of the war has suddenly changed. I don’t need to tell you what is written here ", Korky waved with a report about the Nixen, "You were all there when hell broke loose during our battle with the Pollacks****, so I'll spare you this report. Anyone who wants to read it nonetheless reports to Oberleutnant Huber after lunch." Korky looked around again. "Where’s our new crew member? I have orders for her here." Korky waved a small, gray envelope. A tense silence settled on the lined up crew.

„Kapitän, ich melde, dass sie sich …ähm… vermutlich noch im Maschinenraum befindet.“, meldete sich Maschinenoffizier Knoop. Korky atmete langsam ein und aus. „Maschmaat Schmidt?“ rief Korky laut und deutlich. Der angesprochene Maschinenmaat meldete sich mit „Jawohl, Herr Kapitän!“ „Ab in den Maschinenraum und holen sie die Dame mal herauf. Marsch, Marsch!“ Der Angesprochene flitzte sofort los. Die Zeit bis der Masch‘maat wieder da war nutzte Korky um die Männer angemessen zu begrüßen. „Soso, wie ich hörte hat der KaLeu euch kein einziges Mal antreten lassen. Ihr werdet gleich feststellen, dass das Oberkommando etwas Besonderes mit uns vorhat. Dafür brauche ich jeden Einzelnen von euch auf Vordermann. Zumindest jeden der bleibt. Aber schon mal die gute Nachricht: Ihr dürft das Schiff wieder verlassen.“ Bevor die spürbare Erleichterung in den Reihen Überhand nahm, schob Korky schnell nach: „,Aber nicht den Stützpunkt, es sei denn im Auftrag eures Kapitäns oder höher.“ Das Gefühl einen kalten Eimer Wassers ins Gesicht bekommen zu haben machte sich schlagartig breit. Korky musterte die Männer…. Und sie. Nanu, Schmidt war doch noch gar nicht wieder da? Von hinten hörte er einen leicht keuchenden Schmidt heraneilen. „Was ist los Schmidt? Den Kessel gleich mitgebracht oder was keucht da?“ scherzte Korky. Die Mannschaft lachte. Langsam stellte sich wieder das gewohnte Gefühl ein daheim zu sein. Die in Berlin konnten viele Vorschriften erlassen, aber nicht wie er mit seiner Mannschaft zwischen den ganzen Regeln umging.
"Kapitän, I report she’s ... um ... probably still in the engine room.", machine officer Knoop reported. Korky breathed slowly in and out. "Maschmaat Schmidt?" Korky shouted loud and clear. The addressed machine-Maat answered with "Yes, Herr Kapitän!" "Off to the engine room and bring the lady upstairs. March, march!" The addressed one immediately rushed off. The time until the Masch'maat would be back Korky used to greet the men appropriately. "Well, I heard the KaLeu did not line you up a single time. You will soon realize that the Oberkommando is planning something special for us. Therefore, I need every single one of you to be in prime shape. At least everyone who stays. But let's get to the good news: You may leave the ship again." Before the noticeable relief in the ranks took over, Korky quickly added," but not the base, except on behalf of your captain or higher." The feeling of having gotten a cold bucket of water in the face was suddenly on everyone. Korky studied the men .... And her. Hey, Schmidt was not back yet? From behind Korky heard a slightly panting Schmidt running back into the formation. "What's wrong Schmidt? Brought the boiler with you or what’s the matter?", Korky joked. The crew chuckled. Slowly, the familiar feeling of being at home came back to him. Those in Berlin were able to issue many rules, but not how he dealt with his crew between the lines.

Schmidt stellte sich zurück in die Aufstellung. Er keuchte immer noch. Korky wartete bis er wieder stand wo er hingehörte und fuhr fort. „Als erstes Mal zum Offensichtlichen.“ Korky hob den kleinen grauen Umschlag senkrecht vor seine Brust und fixierte sie. „Wir haben jetzt ein Schiff, welches mit uns zum Appell antreten kann. Wir sind nicht die Einzigen, wie ihr sicherlich trotz Ausgangssperre erfahren habt. Außerdem hat das OKM zu meiner persönlichen Freude entschieden die neuen Mitglieder „Walküren“ zu nennen. Daher darf ich die Walküre Hans Lüdemann bitten hier vor mir anzutreten.“ Hans Lüdemann stand in ihrem verschmierten Overall am Ende der Formation und wirkte für einen Moment irritiert. Dann versuchte sie so militärisch wie möglich vor Korky anzutreten. Korky lächelte so freundlich wie er glaubte es zu können und wartete geduldig bis die Walküre Hans Lüdemann vor ihm „angetreten“ war. „Hallo, da bin ich wieder.“, sagte Korky. Hans Lüdemann schaute angestrengt ernst. Sie hatten beide das Pech gehabt sich nur für zwei Tage zu sehen, bevor Korky festgenommen und abgeführt worden war. Beide wussten darum noch nicht so wirklich was sie voneinander zu halten hätten. Dabei kannten sie sich streng genommen schon lange. Aber das hier war neu. Außerdem waren in den vergangenen Wochen jede Menge sehr strenger Männer von Land gekommen und hatten die Mannschaft, aber auch die Walküre mit unangenehmen Verhören gestresst. „Willkommen zurück Kapitän!“ erwiderte Hans Lüdemann angestrengt. Sie wollte auf keinen Fall einen Fehler machen, hatte aber auch keinerlei Ahnung wie man sich in so einer Situation verhielt. Es erschien ihr unangebracht sich mit Fähnchen zu behängen, wie es die Mannschaft oft schon bei Hafeneinfahrten mit ihr gemacht hatte. Naja mit ihrem Schiffskörper.
Schmidt got back into the formation. He was still panting. Korky waited until he stood where he belonged and continued. "Primarily to the obvious." Korky lifted the small gray envelope vertically in front of his chest and fixed his eyes on her. "We now have a ship that can line up with us. We are not the only ones, as you have certainly experienced despite curfew. In addition, the OKM decided to my personal pleasure to call the new members "Walküren". Therefore, I may ask the Walküre Hans Lüdemann to report here in front of me." Hans Lüdemann stood in her smeared boiler suit at the end of the formation and seemed confused for a moment. Then she tried as militarily as possible to report to Korky. Korky smiled as nicely as he thought he could and waited patiently until the Walküre Hans Lüdemann had "lined up" before him. "Hello, here I am again," Korky said. Hans Lüdemann looked seriously serious. They both have had the misfortune to see each other only for two days before Korky was arrested and taken away. Both did not really know what to make of each other. On the other hand, they knew each other for a long time. But this was new. And in addition, in recent weeks, a lot of very strict men had come from ashore and had stressed the crew, but also the Walküre with unpleasant interrogations. "Welcome back, Herr Kapitän!", replied Hans Lüdemann. She did not want to make a mistake, but had no idea how to behave in such a situation. It seemed inappropriate for her to hang herself with flags, as the crew had often done at returns to port with her. Well with her hull.

„Hier ist ihr Einberufungsbefehl Hans Lüdemann.“ Korky überreichte den kleinen grauen Umschlag. „Er wird nach dem Wegtreten geöffnet. Ich darf aber vielleicht schon verraten, dass Sie als Walküre Hans Lüdemann in die Kriegsmarine eingezogen werden. Sie werden dem Offizierskorps als Stabsoffizierin ohne feste Verwendung zur Seite gestellt. Ab sofort unterstehen Sie offiziell meinem Kommando. Weiter Einzelheiten stehen in den Papieren in dem Umschlag. Haben Sie das verstanden?“ Die Angesprochene schaute völlig irritiert auf den Umschlag, bis ihr klar wurde, dass soeben einige Unsicherheiten beseitigt worden waren und der Umschlag sicherlich Antworten auf einige weitere Fragen enthielt.
"Here's your conscription order Hans Lüdemann." Korky handed over the small gray envelope. "It is to be opened after being dismissed. But maybe I can reveal that you’re drafted into the Kriegsmarine as Walküre Hans Lüdemann. You’re assigned to the officer corps as a staff officer with no fixed application. From now on you are officially under my command. Further details are in the papers in the envelope. Did you understand that?" The addressed looked at the envelope in total confusion until she realized that some uncertainties had just been removed and the envelope certainly contained answers to a few more questions.

Als Hans Lüdemann das verarbeitet hatte, salutierte sie wie sie – oder der echte Hans Lüdemann? - es gelernt hatte und sagte laut und deutlich „Jawohl, Herr Kapitän!“ Korky, Kowalski und der Bayer seufzten gleichzeitig. Korky sagte leise: „An Deck den deutschen Gruß…. s‘wissen schon, Frau Walküre. Und jetzt zurück in die Formation….bitte.“ Hans Lüdemann drehte sich um und wollte zurück zum Ende der Formation gehen, als Korky ihr hinterher rief: „Anderes Ende! An den Anfang! Neben die anderen Offiziere!“ Korky seufzte noch einmal. Es war ein seltsames Gefühl eine Frau zu kommandieren. Und nicht nur irgendeine Frau. Diese Frau war sein Schiff. Oder behauptete zumindest es zu sein. Für den Moment konzentrierte sich Korky auf die Aufgabe die vor ihm lag.
When Hans Lüdemann had processed this, she did salute as she - or the real Hans Lüdemann? – had learned it and said loud and clear "Yes, Herr Kapitän!" Korky, Kowalski and the Bayer sighed simultaneously. Korky said hushed: "On deck the German greeting .... y’know why, Frau Walküre. And now back into the formation .... Please." Hans Lüdemann turned around and wanted to go back to the end of the formation, but Korky called after her: "Different end! To the beginning! Next to the other officers!" Korky sighed again. It was a strange feeling to command a woman. And not just any woman. This woman was his ship. Or at least claimed to be it. For the moment, Korky focused on the task ahead of him.

„Formation stillgestanden!“ rief Korky laut und deutlich. Die ganze Formation ruckte kurz und stand still. Hans Lüdemann versuchte es auch so gut es ging. Es war härter als es aussah. Sie schwankte leicht. Korky nahm den großen Umschlag, den er die ganze Zeit unter dem Arm gehabt hatte und holte einen großen, mehrseitigen, schriftlichen Befehl heraus. „Folgender Befehl ergeht an alle Mannschaften der Kriegsmarine die mit einer Walküre an Bord dienen: Ersten! Das Schiff auf dem Sie sich befinden wird einem der neu gebildeten Nixenjägergeschwader zugeteilt. Im Falle der Hans Lüdemann ist dies das zweite Nixenjägergeschwader. Ihr Sammelpunkt ist das Marinearsenal in Kiel. Die Mannschaften dürfen den Stützpunkt nur mit besonderer Genehmigung ihres Kapitäns oder des Standortkommandanten verlassen. Alle anderen Befehle bezüglich Aus- und Landgang sind aufgehoben.“ Korky blickte einmal kurz über die Formation bevor er fortfuhr. „Zweitens! Das zweite Nixenjägergeschwader wird mit sofortiger Wirkung mit der Nixenbekämpfung zwischen einschließlich Kattegatt und dem Rigaer Meerbusen beauftragt.“  Ein Gefühl der Verwirrung ging durch die Männer. War man nicht im Krieg und jetzt sollte man einfach so in neutrale Gewässer eindringen?
"Formation attention!" Korky shouted loud and clear. The whole formation jerked briefly and stood still. Hans Lüdemann tried to it as good as it was possible for her. It was harder than it looked. She swayed slightly. Korky picked up the large envelope he'd been holding all the time and pulled out a large, multi-page, written order. "The following order is issued to all Kriegsmarine crews serving with a Walküre on board: First! The ship you are on is assigned to one of the newly formed Nixenjägergeschwader (Nixen Fighter Squadrons). In the case of Hans Lüdemann, this is the second Nixenjägergeschwader. Your rally point is the naval arsenal in Kiel. The crew may leave the base only with the special permission of their captain or the base commander. All other orders for going out and going ashore are lifted." Korky glanced once over the formation before continuing. "Secondly! The second Nixenjägergeschwader is tasked with Nixen combat between Kattegat and the Gulf of Riga, effective immediately." Confusion befell the men. Weren’t they at war and now they should just enter neutral waters?

„Drittens! Die Neutralitätsstreifen des Völkerbundes sind dabei gut sichtbar am ersten Schlot anzubringen. Mit Schiffen anderer Nationen, die ebenfalls Neutralitätsstreifen aufgetragen haben, ist grundsätzlich zu kooperieren, unabhängig vom Kriegs- oder Friedenszustand mit deren Heimatnation. Der Angriff auf andere Schiffe ist untersagt. Feuer darf aber im Angriffsfall scharf erwidert werden.“ Korky warf noch einmal einen prüfenden Blick über die Männer.
"Third! The Neutrality Stripes of the League of Nations are to be attached to the first smokestack in a way they can be easily spotted. In principle with ships of other nations, which have also applied neutrality stripes, cooperation is mandatory, regardless of the state of war or peace with their native nation. Attacking other ships is prohibited. Fire may be returned with accurately placed live bullets in case of being attacked." Korky glanced again at the men.

„Viertens! In Anbetracht der Besonderheiten des Befehls wird es allen Mitgliedern der Mannschaft bis zum Stabsoberbootsmann freigestellt in den nächsten 5 Tagen um Versetzung zu bitten ohne Angabe von Gründen. Offiziere bedürfen der Erlaubnis des Kapitäns. Walküren können nicht versetzt werden.“ Hans Lüdemann schaute irritiert. War dieser Teil des Befehls nicht überflüssig?
"Fourth! In view of the special features of the order, all members of the crew up to the Stabsoberbootsmann*5 may apply for a transfer in the next 5 days without any reason. Officers require the permission of the captain. Walküren can not be transfered." Hans Lüdemann looked irritated. Wasn’t that part of the order superfluous?

„Wer noch Einzelheiten wissen will kann sich ab Morgen beim I.WO, II.WO oder mir formlos, ohne Meldung erkundigen. Alle Offiziere werden von mir nach dem Mittagsessen en détail über die Einzelheiten unserer neuen Lage informiert. Darum erst ab Morgen. Ansonsten ist Alarmposten befohlen und jeder übt seine Gefechtsrolle entsprechend aus. Vor allem die FLAK hat Alarmbereitschaft. Also seht beschäftigt aus, wenn ich an euch vorbei gehe. Und jetzt alle Offiziere, einschließlich der Walküre zu mir und der Rest auf Station weggetreten!“ gab Korky den abschließenden Befehl.
Anyone who wants to know more details can enquire about it asking the I.WO, II.WO or myself informal, without notice, starting tomorrow. All officers will be informed by me after lunch en détail of our new situation. That’s why starting tomorrow. Otherwise, alert is ordered and everyone exercises his combat role accordingly. Above all, the FLAK is on alert. So look busy when I walk past you. And now all the officers, including the Walküre to me and the rest is dismissed on stations!", gave Korky the final command.

 

*“Das Locken“ can be translated both as „the curling“ or „the lure” and really is an awakening whistling 5 minutes before the real awakening.

**The original lower german call “Reise! Reise!” comes from the same root as the english „rise“, so I translated it with the correct meaning and not literally, which would have been “Travel! Travel!”.

***Allgemeine Grundausbildung / basic military training

****”Pollacke” is Ruhr area slang for a polish person. It sounds harsh, but is usually not meant that way. But I admit it’s not very respectful either, but that’s the way people are around here. It has been dropped in recent years to avoid irritation among Poles who came into the region after Poland joined the EU, but was in very wide use here until at least the 1990’s.

*5 Highest petty officer rank in the Kriegsmarine

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17. Oktober 1939, Marinearsenal Kiel, Offiziersmesse der Hans Lüdemann

„Das war wie immer hervorragend Fritz, kannst du das klar machen der Kombüse den Backschaftern überlassen? Du solltest heute dabei sein. Schließlich bist du auch Offizier und Vertrauensperson für die Mannschaft.“ „Alles klar Fred, ich komm dann gleich wieder dazu. Fangt aber schon ohne mich an.“ Smutje Fritz Schmidt verließ die Offiziersmesse zusammen mit dem Messebackschafter. Korky schaute leicht tagträumend auf sein halbvolles Cognacglas. „Wieso Fred, Herr Kapitän?“, fragte die Walküre Hans Lüdemann in die Verdauungsstille in der alle nach dem Essen ihren Gedanken nachhingen. Korky schaute die Walküre an. „Das ist die Kurzform von Alfred, Frau Walküre. Wenn man sich eine Weile kennt als Offiziere nennt man sich in der Messe und im Privaten beim Vornamen. Und wer mich so gut kennt wie Fritz, darf auch einfach nur Fred zu mir sagen. Apropos Namen, hast du deinen Wehrpaß schon ausgefüllt? Du hattest mich ja gefragt, was du damit tun sollst.“ „Natürlich, Herr Kapitän!“ antwortete die Walküre und reichte den ausgefüllten Wehrpaß herüber. „Bitte schauen Sie ob das so in Ordnung ist.“ Korky nahm den Wehrpaß entgegen.
„It was excellent as always Fritz, can you leave the clearing of the galley to the dabtoes? You should stay here today. After all, you're also an officer and confidant for the crew." "Alright, Fred, I'll be back soon. Just start without me." Smutje Fritz Schmidt left the officers' mess together with the stewards. Korky gazed vaguely daydreaming at his half-full cognac glass. "Why Fred, Captain?", asked the Walküre Hans Lüdemann in the digestive silence in which everybody joined, minding their own thoughts after the meal. Korky looked at the Walküre. "It's the short form of Alfred, Mrs. Valkyrie. If you know each other for a while as an officer you call each other in the mess and in private by your first name. And who knows me as well as Fritz, may also just say Fred to me. Speaking of names, have you already filled in your Wehrpaß*? You asked me what you should do with it." "Of course, Captain!", the Walküre replied, passing the completed Wehrpaß. "Please check if it's okay." Korky took the Wehrpaß.

„Es ist schon praktisch dass du schreiben kannst, weil dein Namensgeber es konnte. Ich frage mich ob Walküren von Schiffen wie Nürnberg auch schreiben können.“ Plauderte Korky los und klappte den Wehrpaß auf. „Hm, warum steht beim Vornamen kein Eintrag?“ fragte er die Walküre. Die Angesprochene antwortete nur zögerlich. „Ich finde Hans unpassend für mich. … Und bestimmt werden dann auch ständig meine beiden Körper miteinander verwechselt, nunja, darum dachte ich…..“ Hans Lüdemann machte eine kurze Pause und sah Korky an um zu sehen was er davon hielt. „Und darum dachtest du?“ fragte Korky um sie zum weiter reden zu bringen. „Und darum dachte ich, dass es gut wäre wenn ich statt Hans als Vornamen Hannah eintrage.“ „Hm, warum nicht.“ meinte Korky, „Das hilft bestimmt gut dabei Verwechselungen zu vermeiden.“ Die anderen Offiziere dachten kurz darüber nach. „Klingt des ned a bissl jiddisch, Kap’tän?“ fragte der Bayer schließlich. Korky guckte den Bayer irritiert an. „I moan ja nua wegen der Gendarme die nu überall rumschleicha tun.“ „Echt jetzt?“ warf Kowalski ungläubig ein. „Der Oberleutnant Huber ist übrigens unser Reichsbedenkenträger, stimmts Bayer?“ sagte Kowalski zur Walküre gewandt und klopfte dabei dem Bayer lachend auf den Rücken. „Jaja, lach du nur Kowalleck, oaba I hab g’nug Gendarme g’sehn die letzten zwoa Wocha.“ Korky seufzte. „Na gut. Ich schlage vor Grabo schnappt sich mal eben die Bordbibliothek und schaut nach ob Hannah ein zulässiger deutscher Name ist. Ich glaub das passt schon. Ist ja nur die weibliche Form von Hannes. Oder wurde der Name auch verboten während ich in Berlin war?“ fasste Korky leicht genervt einen Entschluss.
"It's handy you can write because your eponym was able to do it. I wonder if Walküren from ships like Nürnberg can also write." Korky chattered and opened the Wehrpaß. "Hm, why is there no entry for the first name?" He asked the Walküre. The addressed responded only hesitantly. "I find Hans unsuitable for me. ... And then my two bodies will be confused and well, that's why I thought ... .." Hans Lüdemann paused for a moment and looked at Korky to see what he thought of it. "And that's why you thought?" Korky asked to bring her to talk on. "And that's why I thought it would be good if I entered as first name Hannah instead of Hans." "Hm, why not." Korky said, "That helps to avoid a lot of confusion." The other officers thought about it for a moment. "Don’t it sound a bit too Jewish, Kap'tän?" The Bavarian finally asked. Korky looked irritated at the Bavarian. "I’m just sayin’ ‘cause of all the MPs sneakin’ around lately." "For real?" Kowalski interjected in disbelief. "Lieutenant Huber, by the way, is our Reichsconcernholder**, isn't that right Bavarian?" Kowalski said to the Walküre, patting the Bavarian on the back. "Yeah, just laugh at it Kowalleck, but I've seen enough Mps in the past two weeks" Korky sighed. "Alright. I suggest Grabo just grabs the board library and looks up if Hannah is a valid German name. I think it should be. It's only the female form of Hannes. Or was the name also banned while I was in Berlin?" Korky said a bit annoyed.

„Nee,“ meinte Grabo, „das hätte ich mitbekommen. Du weisst doch, dass ich auf so was achte. Aber ich schau mal nach ob wir die Liste an Bord haben. Bis später, Kameraden … und Kameradin.“, grinste er die Walküre an. „Naja machen wir erstmal weiter.“, meinte Korky und füllte mit der Walküre zusammen den Rest des Wehrpasses aus. „Hm, wo wir grad bei jüdischen Namen sind, was tragen wir bei Religion ein?“ fragte Korky. Die Walküre guckte nur ratlos. „Herr Kapitän hat meine Bordkapelle ja… nunja… etwas umgestaltet. Woher soll ich das also wissen?“ „Ach komm wir tragen einfach evangelisch ein, bei denen interessiert’s eh Keinen. Die Lüge steht bei mir auch drin. Dann hammwa Ruhe.“ Nachdem er den Eintrag für das Bordkommando und die Ernennung zur Walküre eingetragen hatte kam auch KaLeu Grabowski wieder in die Messe. „Alles klar. Tragt das ein, wenn jetzt kein Bayer mehr Bedenken hat.“ Sagte er erleichtert als er sich wieder an den Tisch setzte. Der Bayer gab Grabo per Handzeichen zu verstehen, was er von der Bemerkung des KaLeu hielt. „Gut, dann also Hannah.“, sagte Korky entschlossen als er der Walküre den Wehrpaß und einen Stift gab. Diese trug sorgfältig ihren neuen Vornamen ein und gab den Wehrpaß dann wieder an Korky. In dem Moment kam der Smutje rein und setzte sich ebenfalls an den Tisch.
"Nah," Grabo said, "I would have heard about that. You know that I keep track of ssuch things. But I'll see if we have the list on board. See you later, comrades ... and comradess." He grinned at the Valkyrie. "Well, let's continue for now," Korky said and filled out the rest of the Wehrpaß with the Walküre. "Well, since we are at Jewish names, what do we write in for religion?" Korky asked. The Walküre just looked perplexed. "Mr. Captain changed my on-board chapel ... well ... a little bit. So how should I know that?" "Alright, we're just entering Protestant, they aren't interested in it anyway. The lie is in mine, too. Then we can ‘ave some peace and quiet." After he had wrote in the entry for the board command and the appointment as Walküre KaLeu Grabowski came back into the mess. "All right. Write it in if the Bavarian has no more concerns now.", he said relieved as he sat down at the table again. The Bavarian gave Grabo a hand signal to get what he thought of the remark of the KaLeu. "Okay, so Hannah it is," Korky said determined as he gave the Walküre the Wehrpaß and a pen. She carefully entered her new first name and then gave the Wehrpaß back to Korky. At that moment, the Smutje came in and sat down at the table as well.

Nachdem Korky den Wehrpaß abgezeichnet hatte, erhob er sich und die anderen Männer im Raum taten das Gleiche. Dann salutierten alle zusammen militärisch und Korky sagte „Walküre Hannah Lüdemann, willkommen an Bord und willkommen in der Mannschaft. Schön dich auf der Fahrt zukünftig noch mehr dabei zu haben.“ Grabowaski lehnte sich zu Hannah rüber und tuschelte: „Du musst jetzt auch aufstehen, den Gruß erwidern und dich bedanken.“ Hannah stand hastig auf und salutierte ebefalls. „D-danke, Kap’tän.“ Korky musterte Hannah von oben bis unten. „Und du kannst jederzeit deine Kleidung wechseln? Dasja mal praktisch. Und die Diskussion wegen Rock oder Hose von vorhin lassen wir mal. Du trägst ja auch Hose, wenn du Heizerin bist. Außerdem kommt dann keiner der Männer auf dumme Gedanken, nicht wahr Michi?“ sagte Korky während er sich setzte und dann Lt. Hinterspaten spöttisch angrinste. „Apropos dumme Gedanken Fred, du wolltest doch noch wissen was die drei Männer bei Thorsten haben und warum ich fünf Männer eingebuchtet habe.“, fing Kowalski an, als sich alle wieder hingesetzt hatten. „Zwei Männer haben aus Fritzes Kartoffelschalen Schnaps gebrannt und jetzt speien sie schon zwei Tage. Einer gehört eigentlich auch ins Vorpieck, aber es ist voll und Hannah…“, Kowalski musste sich erst daran gewöhnen die Walküre so zu nennen, „ ...Hannah hat dem Matrosen mal gezeigt was sie von dummer Anmache hält. Er hat zwei gebrochene Rippen und musste aus dem Hafenbecken gefischt werden.“ Korky rieb sich die Stirn und seufzte.
After Korky had signed the Wehrpaß, he got up and the other men in the room did the same. Then all together saluted militarily and Korky said "Walküre Hannah Lüdemann, welcome aboard and welcome to the crew. Nice to have you joining our cruise even more in the future." Grabowaski leaned over to Hannah and whispered,"You have to get up now, return the greeting and thank him." Hannah got up hastily and saluted. "T-Thank you, Kap'tän." Korky mustered Hannah from top to bottom. "And you can change your clothes anytime? That's practical. And let's just drop the discussion about skirt or trousers from before. You also wear trousers when you are a stoker. Besides, then none of the men get stupid thoughts, don't they, Michi?" Korky said while sitting down and smiling at Lt. Hinterspaten mockingly. "Speaking of stupid thoughts Fred, you still wanted to know what the three men with Thorsten catched and why I've nicked five men.", Kowalski began, as all had sat down again. "Two men have distilled schnapps from Fritz's potato peels and now they have been vomiting for two days. One of them actually belongs into the brig, but it is full and Hannah ... ", Kowalski had to get used to call the Walküre by that name," ... Hannah has shown the sailor what she thinks of chatting her up stupidly. He has two broken ribs and had to be fished out of the harbor." Korky rubbed his forehead and sighed.

„Die anderen fünf sind wegen ähnlicher Dinge im Bau.“, fuhr Kowalski fort. Korky seufzte nochmal bevor er Kowalski genervt anschaute und fragte: „Ernsthaft KaLeu? Die Männer haben sich an Hannah ran gemacht? Kamen dumme Sprüche oder hamse auch gegrabscht?“ „Drei haben mir auf den Hintern geklatscht. Dem vierten hab ich eine verpasst, dass er über Bord gegangen ist!“ meldete sich Hannah empört. „Die anderen beiden sind danach wegen blöder Sprüche von mir eingebuchtet worden.“, ergänzte Kowalski. Korky sah Hannah an. „Ich entschuldige mich im Namen der Mannschaft für das Verhalten dieser Idioten. Sie werden bald auf sehr interessante Posten versetzt, dafür sorge ich persönlich. Ich hoffe der Rest der Mannschaft hat sich gebührlich verhalten.“ Dann wandte er sich an alle und fuhr fort, „Ab jetzt sind solche Dinge übrigens nach Disziplinarordnung als Vergehen gegenüber Offizieren zu behandeln. Wenn ich mich nicht irre ist der Rang einer Walküre vorläufig in etwa als Oberfähnrich eingestuft. Aber durch ihre Sonderstellung reihe ich sie direkt bei uns ein. Also quasi Ober-Oberfähnrich. Wo wir grad über Versetzungen reden.“ Korky kramte den Befehl aus seiner Aktentasche hervor und erläuterte den Anwesenden den Befehl, mit Hintergründen und Absichten so weit er diese selbst verstanden hatte und dass es für die Männer tatsächlich keine Nachteile gibt, wenn sie um Versetzung ersuchten.
"The other five are in the brig for similar things," Kowalski continued. Korky sighed again before looking annoyed at Kowalski and asked: "Seriously KaLeu? The men tried to hit on Hannah? Did they say stupid stuff or did they also grab her?" "Three slapped my ass. The fourth I gave one that he went overboard!" Hannah reported indignated. "The other two were nicked by me because of stupid pick up lines," added Kowalski. Korky looked at Hannah. "I apologize on behalf of the crew for the behaviour of these idiots. They will soon be put on very interesting posts, I'll seee to it personally. I hope the rest of the crew behaved properly." Then he turned to everyone and continued," From now on such things are treated as offenses against officers, and punished according to disciplinary order. If I am not mistaken, the rank of a Walküre is currently roughly classified as an Oberfähnrich. But because of their special position I put her directly with us. So almost Ober-Oberfähnrich. Talking about transfers." Korky pulled the order out of his briefcase and explained to those present the order, with background and intentions as far as he understood them, and that, in fact, there were no drawbacks for men when they asked for transfer ,

„Von Offizieren wird übrigens erwartet, dass sie in Liebe und Hingabe zu Führer und Vaterland freiwillig bei den Nixenjägern bleiben. Aber es gibt mir und uns auch die Möglichkeit Männer loszuwerden, die wir für ungeeignet halten. Wie diese sechs Lustmolche. Denen schreiben wir ein paar Versetzungen, dass sie sich wünschen werden sie wären nie geboren worden. Irgendwelche weiteren Vorschläge?“ Korky guckte in die Runde. „Gut, wenn euch noch wer einfällt, erzählt es mir wenn wir uns Mittags hier treffen. Außerdem wirst du uns verlassen Grabo.“, fuhr Korky völlig unvermittelt fort. Der angesprochene Kapitänleutnant Hans Grabowski blickte Korky ungläubig an. „Das’s nich‘ dein Ernst Fred, woll? Wieso willste mich denn getz loswea‘en? Hamse dich in Berlin zu heiß gebadet?“ Grabowski konnte es nicht fassen. „Hör mal Hans, du hast ne Familie und kleine Kinder zu Hause und das ist die Gelegenheit dich auf einen ruhigen Ruhestandsposten zu versetzen. Und ich brauch einen von euch der das Schiff verlässt, damit die Männer sehen, dass es wirklich in Ordnung ist zu gehen.“, versuchte Korky den KaLeu zu beruhigen. Grabowski guckte Korky böse an. „Schau mal Grabo wir sind alle ohne Familie bis auf dich und…“ „Ich mach’s Kap’tän.“, meldete sich Oberleutnant Meier.
"Officers, by the way, are expected to voluntarily stay with the Nixenjäger out of love and devotion to the Führer and the Fatherland. But it also gives me and us the opportunity to get rid of men we think are unfit for this crew. Like these six Lustnewts***. We write a few transfers for them that they'll wish they had never been born. Any further suggestions?" Korky looked around. "Well, if you come up with someone later, you can tell me when we meet here at noon. Besides, you'll leave us Grabo." Korky continued abruptly. The mentioned Kapitänleutenant Hans Grabowski looked at Korky in disbelief. "You don’t really mean it, do ya?”, “Did they bathe you a bit too hot in Berlin?" Grabowski could not believe it. "Listen, Hans, you have a family and little kids at home and that's the opportunity to get you on a quiet retirement post. And I need one of you to leave the ship so the men can see it's alright to leave." Korky tried to reassure KaLeu. Grabowski looked at Korky angryly. "Look Grabo, we're all without a family except for you and ..." "I'll do it Kap'tän," Oberleutnant Meier came forward.

Alle Anwesenden schauten den Torpedooffizier fragend an. „M-meine Freundin und ich haben uns verlobt vor unserer letzten Fahrt und wollen eine Familie gründen u-und dann kann der KaLeu doch bleiben, wenn ich gehe, Kap’tän.“ fuhr Meier fort. „Oberleutnant Meier,“ begann Korky betont ruhig „wenn sie noch einmal einen solchen feierwürdigen Grund vor ihren Kameraden verheimlichen, nur weil so eine Kleinigkeit wie ein Krieg stattfindet, versenk‘ ich sie eigenhändig in der Themse an einer Mine. Die Verlobungsfeier wird in zwei Tagen nachgeholt. Dann sollte sich die Mannschaft an die neue Lage gewöhnt haben. Bayer, du requirierst Rasierschaum bei der Mannschaft in ausreichender Menge. Im Übrigen gehen dann KaLeu Grabowski und Oberleutnant Meier von Bord. Tut mir leid Grabo, aber ich hab deiner Else**** versprechen müssen, dass deine Kinder mit Vatta aufwachsen. Und bei der neuen Lage, kann ich mein Versprechen auf keinen Fall halten, wenn du an Bord bleibst. Du hast gesehen wie das zugeht. Wir ham Schwein gehabt, mehr nicht. Ich steck dich in die Etappe, da bist du sicher und wenn du willst auch jeden Abend bei Frau und Kindern. Einverstanden?“
Everyone present looked at the torpedo officer enquiring. "M-my girlfriend and I got engaged before our last trip and we want to start a family a-and the KaLeu can stay if I go, Kap'tän." Meier continued "Oberleutnant Meier," Korky began emphasizing calmly, "if you once again hide such a solemn reason from your comrades, just because something as small as a war takes place, I'll sink you with my own hand in the Thames attached to a mine. The engagement party will be scheduled in two days. Then the crew should have got used to the new situation. Bayer, you requisition shaving foam from the crew in sufficient quantity. Incidentally, then KaLeu Grabowski and Oberleutenant Meier go off board. I'm sorry, Grabo, but I promised your Else**** your kids would grow up with a Dad. And with the new situation, I can not keep my promise if you stay aboard. You have seen how the engagement played out. We got lucky we did. I put you into the rear, there you are safe and, if you want, also every evening with wife and children. Agreed?"

Grabowski hatte sich etwas beruhigt und nickte widerwillig, die Lippen zusammengepresst. „Und außerdem muss irgendeiner den ganzen Laden auf Trab halten, wenn es uns andere in die Tiefe reißt. Und wer soll sonst unsere Geschichte an nachfolgende Generationen weitererzählen? Als leuchtendes Beispiel von Mut und Trinkfestigkeit und…“ „JAJA issja gut jetzt Fred!“ rief Grabowski und versuchte krampfhaft weiter sauer zu bleiben, konnte sich aber ein Grinsen nicht weiter verkneifen. „Hast ja Recht. Ohne mich werdet ihr eh alle absaufen, weil ihr Backbord für die Kombüse haltet und ich werde am Ufer stehen und auf euch trinken und eine glückliche Familie haben, genauso wie Meier, während ihr alle den ganzen Tag Salzwasser schlucken müsst. Aber wehe auf dem Posten muss ich echte Arbeit machen, Fred, dann lernste mich aber kennen.“ „Na also. Dann schauen wir mal was sich für euch machen lässt. Sagt auch allen euren Männern ordentlich Bescheid. Die nächsten zwei Wochen sind wir mit Lasten verstauen und neue Männer drillen beschäftigt. Und ab Morgen ist jeden Tag Morgens und Abends antreten. Und zwar in der ersten Geige, also Wäsche vorn, Hannah. Du wirst den Formaldienst mitmachen, damit die Männer merken, dass du dazu gehörst. - Kowalski!“
Grabowski had calmed down a bit and nodded reluctantly, lips pressed together. "Besides, somebody has to keep the whole bunch busy when we all get pulled down into the depths. And who else should tell our story to future generations? As a shining example of courage and toughness in holding our drink and ... "" JAJA it' alrighty, Fred!", Grabowski cried out and tried convulsively to stay angry, but could not resist a grin. "You are right. Without me, you'll all be drowning anyway, because you take the port side for the galley, and I'll stand on the shore, having a drink and a happy family, just like Meier, while you all have salt water to drink all day. But wI dare you, don't put me on a post where I have to do real work, Fred, then you get to know me." "Well then. Then let's see what can be done for you. Everybody tell your men properly. For the next two weeks we are stowing loads and will be busy drilling the new men. And starting tomorrow, we will make a line up every morning and evening. And in the first violin, so front wash5*, Hannah. You will join the formal service so the men realize you belong to the crew. - Kowalski! "

„Ja, Fred?“ „Du und ich leiten das Exerzieren. Bayer du machst das im Vertretungsfall. Ansonsten lass dir von Grabowski alles zeigen, was mit dem Aufnehmen der Lasten zu tun hat. In zwei Wochen muss das Schiff tiptop sein. Grabo, hilf dem Bayer so gut du kannst. Auch mit den Dingen die nur du weißt. Stell ihn bei deinen Kontakten vor, zeig ihm deine Tricks. Wenn wir ohne Bier in See stechen, hast du versagt. Und zu guter Letzt.“ Korky machte endlich eine kurze Pause und fixierte Oberleutnant Knoop. „Hinnerk, die Hannah meinte heute Vormittag sie wäre meistens bei dir im Maschinendeck und würde sich da wohlfühlen. Wie seid ihr die letzten Wochen miteinander ausgekommen?“ Der angesprochene Maschinist sagte nichts, sondern nickte nur zufrieden und anerkennend. „Hm, das ist das größte Lob was ich von Hinnerk je gesehen habe. Er scheint ja sehr zufrieden mit deiner Anwesenheit zu sein. Gut, du wirst also den Schwarzfußindianern zugeteilt. Da unten kannste dann auch rumlaufen wie du magst. Meine Güte, zwei Masch-Offiziere, was ein Luxus. Dann wird uns ja nie mehr der Kessel platzen.“, meinte Korky scherzhaft. „Keine Sorge Kap’tän“ mischte sich Hannah ein „solange ich mich um die Maschine kümmer, passiert da nichts. Stimmts Heinrich?“ fragte sie zu Oberleutnant Knoop gewandt. Der nickte nur und lächelte.
"Yes, Fred?" "You and I lead the drill. Bavarian you do that if we are absent. Otherwise let Grabowski show you everything that has to do with picking up the loads. In two weeks, the ship must be prim and proper. Grabo, help the Bavarian as best you can. Also with the things only you know. Introduce him to your contacts, show him your tricks. If we go to sea without beer, you have failed. And last but not least." Korky finally paused and fixed Oberleutnant Knoop. "Hinnerk, Hannah said this morning, she would usually be with you in the machine deck and would feel comfortable there. How have you gotten along the past few weeks?" The addressed machinist said nothing, but only nodded in satisfaction and appreciation. "Hm, that's the biggest praise I've ever seen from Hinnerk. He seems very happy with your presence. Okay, so you'll be assigned to the Blackfoot Indians6*. Downstairs you can walk around as you like. Gosh, two machine officers, what a luxury. The kettle will never burst," Korky said jokingly. "Don't worry, Kap'tän," Hannah intervened, "as long as I take care of the machine, nothing happens. Don't you agree, Heinrich?" She asked Oberleutnent Knoop. He just nodded and smiled.

*Military pass, can be found on stupid captured german soldiers only. We are all sailors, it's true. No officer among us. Only able seamen. All officers drowned with the ship. - Yes, while moored in harbour.

**The „Reichsbedenkenträger“ is the one in a group who always holds concerns and reservations in every conversation ever held in that group. For some odd reasons to this day I've never heard the term „Bundesbedenkenträger“ (Federalconcernholder), which would be „political correct“ in the FRG. Everyone keeps saying Reichsbedenkenträger.

***Literal translation. Means Lech.

**** „Else“ is a german female name but also slang in the Ruhrarea for a wife. But only if no actual wife is in hearing distance.

5* Formal officers dress.opposed to her stokers dress

6* Nickname for stokers.

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25. Oktober 1939, Marinearsenal Kiel, Zerstörer Hans Lüdemann, Offiziersmesse


 

Korky war enttäuscht gewesen von einigen der Männer welche die Mannschaft verlassen hatten. Selbst beide Decksältesten hatten um Versetzung gebeten. Korky hatte sie nicht umstimmen können. Der Anblick damals als die Nixe angriff war für viele mehr gewesen als sie verkraften konnten. Die Mannschaft war auch insgesamt reduziert worden. Von den über 300 Männern, sollten jetzt plötzlich nur noch 200 ausreichend sein, weil von der Walküre erwartet wurde, dass sie Dinge erledigen konnte. Korky hatte also für 150 Männer die von Bord gegangen waren nur 50 ersetzt bekommen. Obwohl immer noch viel los war, fühlte sich das Schiff jetzt leerer an. „Was ist los Fred?“, fragte Fritz der Smutje seinen Kapitän und goss ihm noch einen Kurzen ein. „Als wenn du das nicht wüsstest Fritz. Wie machen sich deine Neuen in der Kombüse?“ „Naja, die sind halt noch grün hinter den Ohren. Aber das wird schon. Ist ja kein Hexenwerk ‚ne Kombüse zu putzen und Gemüse zu schneiden.“ Korky nickte verständig, während Fritz die Flasche Korn abstellte. „Hm, es ist ganz schön leer geworden, obwohl ja doch immer noch viele da sind. Ich muss noch zwei neue Aldermänner benennen und die beiden neuen Offiziere sind bestenfalls seltsam. Ich meine wo zum Geier hat das OKM überhaupt einen 60jährigen Flottenleutnant der K.u.K. Marine her? Woher, Fritz?“ „Naja, weisste Fred es konnte sich halt jeder freiwillig zu dieser heiligen Mission melden. Und vielleicht kennt er ja Dinge die wir nicht kennen.“ „Ja, die Offiziersmesse von Pola* vielleicht.“, knurrte Korky mürrisch. Korky stürzte seinen Schnaps runter und Fritz goss nach.
Korky had been disappointed with some of the men leaving the crew. Even both Deck Elders had asked for transfer. Korky had not been able to change their mind. The sight at the time when the Nixe attacked had been too much for many of the crew. The crew had also been reduced overall. Of the more than 300 men, now only 200 should be enough, because the Walküre was expected to do tasks without help. 150 men had left Korkys crew, but only 50 of them got replaced. Although there was still a lot going on, the ship felt emptier now.
"What's up Fred?" Fritz the Smutje asked his Kapitän and poured him a shot. "As if you don’t know it Fritz. How are your newcomers doing in the galley?" "Well, they are just freshmen. But that’ll be fine. It's not rocket science to clean a caboose and cut vegetables." Korky nodded understandingly, while Fritz put back the bottle of Korn. "Well, it has become quite empty, although still many are aboard. I have to name two new Aldermen and the two new officers are weird at best. I mean, where the vulture did the OKM even get a 60-year-old fleet Leutnant of the K.u.K. Marine? Where from, Fritz?" "Well, Fred y’know everyone could volunteer for this sacred mission. And maybe he knows things we don’t." "Yeah, the officers mess in Pola* maybe." Korky grumbled morosely. Korky downed his schnapps and Fritz poured.

 

 

„Aber mal im Ernst Fritz, du kannst ja Recht behalten wenn wir Glück haben. Vielleicht stellt sich der alte Knacker ja als Haudegen heraus. Viel mehr Sorge macht mir der andere Blödsinn den das OKM mit uns veranstaltet hat. Die haben uns allen Ernstes einen Neger und drei Juden geschickt, was ja nur seltsam und an sich kein großes Problem wäre. Aber welcher Vollpfosten hat uns dann auch noch einen SS-Untersturmführer dazu gegeben? Wenn ich den Idioten erwische lass ich ihn kielholen. Mehrmals.“ Korky kippte auch das neue Glas runter. In dem Moment kam KaLeu Kowalski zur Tür herein, setze sich neben Korky an den Tresen in der Offiziersmesse der Hans Lüdemann und schmiss seine Mütze wütend darauf. „Fritz, ein Herrengedeck mit nachlegen!“ warf er dem Smutje mürrisch zu. „Fred, dieser SS Spack macht mich noch fertig. Er hat sich heute allen Ernstes geweigert einen Befehl von mir auszuführen, weil er anzweifelt dass ich ein wahrer Arier bin. Welcher Vollpfosten hat uns den denn zugeteilt?“ Fritz stellte Kowalski ein Herrengedeck hin und Kowalski kippte beides sofort runter. „Die Frage hab ich mir auch schon gestellt Kowalleck. Der Kleine hat doch allen Ernstes versucht mir einen Vortrag über das Führerprinzip zu halten, nachdem ich euch bei unserem letzten Treffen um eure Meinung gefragt habe.“, erwiderte Korky und stieß frustriert Luft aus. „Ich red mal mit Anton, dass der ihn in seine Wache bekommt. Er wird dafür aber wohl seinen Hinterspaten Michl abgeben müssen.“ „Das würde mir vermutlich weiterhelfen. Besser fände ich wir würden diesen SS-Pimpf* wieder los.“ Smutje Fritz legte Adam Kowalski ein Herrengedeck nach. „Fritz, gib mir auch eins.“ Warf Korky ein. „Das kannste vergessen Adam, das habe ich schon probiert. Alle Stationierungen sind bis auf Weiteres unumkehrbar. Hast du denn eine Idee für die neuen Decksältesten?“ Kowalski und Korky kippten ihre Korn und dachten kurz nach. „Auf Anhieb nicht, Fred. Hast du denn schon wen im Auge?“ „Nein, keine Idee. Die Männer die mir noch gefallen hätten für den Posten sind mit den beiden Müllern von Bord gegangen. Tja, wer klug war hat das Weite gesucht. Hast du eine Idee Fritz?“ „Neee, lass mal Alfred. Ich kenn die Männer ja nur als Smut und muss die nicht kommandieren. Und meine Uffze lässt du mal schön aus der Verantwortung, sonst gibt’s nur noch kalten Mittach und zum Mittelwächter gefrorenen Lebertran.“ Korky nahm das zur Kenntnis und hing dann, genauso wie Kowalski seinen Gedanken nach während er langsam sein Bier genoss. Fritz las derweil in einer Zeitschrift.
"But honestly Fritz, you can be right if we're lucky. Maybe the old man turns out as a warhorse. I worry much more about the other nonsense that the OKM has organized with us. They have in all seriousness sent us a Negro and three Jews, which in itself would be strange, but not a big problem. But what full-post(read: dumbass) has also assigned a SS-Untersturmführer to us? If I catch the idiot responsible, I'll let him keelhaul. Several times." Korky also downed the new glass. At that moment, KaLeu Kowalski came in through the door, sat down next to Korky at the bar in the officer's mess hall of Hans Lüdemann and threw his cap on the bar furiously. "Fritz, a Herrengedeck** with repetition!" he sullenly threw at the Smutje. "Fred, this SS Spack(read: total dumbass, I honestly don’t know how to translate this) is still bothering me. He has seriously refused to execute an order of mine today because he doubts that I am a true Aryan. Which full-post has assigned him to us?" Fritz gave Kowalski a Herrengedeck and Kowalski downed both immediately. "I've already asked myself the question Kowalleck. The kid seriously tried to lecture me on the Führer principle after I asked you for your opinion at our last meeting," Korky replied and let out a frustrated breath. "I'll talk to Anton, so he takes him in on his watch. But he will probably have to hand over his Hinterspaten Michl." "That would probably help me. It would be better if we could get rid of this SS-Pimpf ***. "Smutje Fritz replaced Adam Kowalski with a gentleman's blanket. "Fritz, give me one too." Korky asked. "You can forget about Adam, I've already tried that. All deployments are irreversible until further notice. Do you have an idea for the new Deck Elders? "Kowalski and Korky dropped their grain and thought for a moment. "Not right away, Fred. Have you already met anyone? "" No, no idea. The men I still liked for the post went off with the two millers. Well, who was clever has been looking for the space. Do you have an idea Fritz? "" Nah, leave Alfred. I only know the men as Smut and do not have to command them. And my Uffze you can forget the responsibility, otherwise there are only cold Mittach and the central guard frozen cod liver oil. "Korky took note of this and then hung, as well as Kowalski his thoughts while he slowly enjoyed his beer. Meanwhile Fritz read a magazine.

Die gedankenvolle Ruhe wurde erst gestört als ein nasser, frierender, älterer Mann die Offiziersmesse betrat. Er trug zwar die Uniform der deutschen Kriegsmarine aber seine Bewegungen waren zu geduldig und von dieser gewissen Lässigkeit, die jeden Ausbilder zur äußersten Weißglut getrieben hätte. Doch niemand an Bord wagte auch nur Ansatzweise den 60 Jahre alten Navigator Alfons Moser darauf anzusprechen. Zumindest niemand bei klarem Verstand und mit ein wenig Anstand. Also niemand außer SS-Untersturmführer Heinrich Lüdig. „Bah, aan Wetter habts hier an der Nordsee. I sehn mich da gleich noch mehr nach dem urschönen Sonnenschein an meiner geliebten Adria.“ „Ah Flottenleutnant Moser, wir….“ Begann Korky aber wurde sofort unterbrochen. „Bei allem Respekt und Anstand Herr Kapitän, es heißt Fregattenleutnant**. Wären‘s wohl so herzlich und merken’s sich, Herr Kapitän.“, warf Fregattenleutnant Moser ein. Korky räusperte sich und begann erneut. „Fregattenleutnant Moser, wir haben gerade über sie gesprochen. Wie haben Sie sich mittlerweile an Bord eingelebt?“ „Ah geht so Kapitän. ‚ntschuldigens Leutnant, aber könnt I wohl a Marillenlikör ham?“ „Einfach Fritz, das sagen alle Offiziere zu mir. Oder Smutje, das sagen alle zu mir. Und was möchten sie haben?“ Fritz guckte den Fregattenleutnant abwartend an. Der schaute abwartend zurück und es dauerte einen Moment bis Fritz begriff. „Entschuldigung, was möchten Sie haben, Herr Fregattenleutnant?“ „Marillenlikör bitte, Herr Leutnant.“ Fritz schaute den älteren Offizier fragend an. „…. Suchen‘s halt a Flasch‘ mit Bailoni darauf, Leutnant.“ Sagte dieser schließlich. Ein Ausdruck des Verstehens huschte über das Gesicht von Fritz und er machte sich auf die Suche. Währenddessen fragte Korky weiter. „Haben Sie sich denn schon gut zurecht gefunden? Wie gefällt Ihnen unser kleiner Zerstörer?“ „Hm, naja nicht schlecht für aan Piefkendampfer. Etwas groß für ein kleines Schiff, net? Die Länge rangiert ja zwischen der guten alten Habsburg und der Viribus. Aber ja, wirkt schon sehr modern. Liegen aber ja auch zwanzig Jahr‘ zwischen heut und meiner letzten Verwendung auf See. Ach des war’n noch Zeiten. Wo bleibt denn jetzt der Smut-je mit mei‘m Likör?“ Wie auf Kommando kam Fritz wieder zum Vorschein. Er hatte die passende Flasche in der Hand und wischte den Staub herunter. Dann nahm er ein staubiges Likörglas und wischte es ebenfalls sauber. Danach servierte er dem Fregattenleutnant endlich den Likör. FLeu Moser nippte genießerisch daran. „Ah, so wird’s doch noch was mit mir und der Piefkenmarine. Kapitän, wenn’s immer a Flasch‘ an Bord halten, versprech‘ ich ihnen, dass ich mein Bestes geben werde im Kampf gegen die Nixe für unser schönes, großes, deutsches Vaterland.“ Dabei proteste er Korky und Kowalski zu. Beide prosteten verlegen zurück. Als der FLeu seinen Likör zu Ende genossen hatte entschuldigte dieser sich und verließ die Messe. „Eigentlich passt er ganz gut zu uns“, meinte Kowalski als FLeu Moser den Raum verlassen hatte. „Ja, aber irgendwie wird’s wohl noch eine Weile brauchen, bis wir uns aneinander gewöhnt haben. Er und wir alle. Und ich muss ihm wohl nochmal auf die Trageweise einer deutschen Uniform hinweisen“, gab Korky zurück. Beide nahmen noch einen Schluck aus ihren halbvollen Biergläsern. In diesem Moment flog die Tür so heftig auf, dass Kowalski fast sein Bier verschüttete und auch Korky zusammen zuckte. Beide drehten sich auf ihren Hockern um zu sehen wer zur Tür herein geplatzt kam. Es war ihr neuer bester Freund von der SS. The thoughtful calm was disturbed only when a wet, cold, elderly man entered the wardroom. Although he wore the uniform of the German Navy, his movements were too patient and of that certain nonchalance that would have driven every instructor to the uttermost white heat. But no one on board dared to even begin to approach the 60-year-old navigator Alfons Moser on it. At least nobody in his right mind and with a little decency. So no one except SS Untersturmführer Heinrich Lüdig. "Bah, the weather you got here at the North Sea. I long for more of the beautiful sunshine on my beloved Adriatic Sea." "Ah Fleet Leutnant Moser, we ...." Korky started but was interrupted immediately. "With all respect and decency, Kapitän, it's called Fregattenleutnant****. Please be so hearty and remember it, Kapitän.", Fregattenleutnant Moser interjected. Korky cleared his throat and started again. "Fregattenleutnant Moser, we just talked about you. How did you settle in on board by now?" "Ah moderately, Kapitän. ‘xcuse me, Leutnant, but could I have a Marillen liqueur?" "Simply Fritz, all the officers call me that. Or Smutje, they all say that to me. And what do you want?" Fritz glanced at the Fregattenleutnant. Moser looked back waiting and it took a moment until Fritz understood. "Excuse me, what would you like to have, Mr. Fregattenleutnant?" "Marillen liqueur, please, Leutnant." Fritz looked questioningly at the senior officer. ".... Search for a bottle with Bailoni on it, Leutnant." Moser finally said. An expression of understanding crossed Fritz's face and he started searching. Meanwhile, Korky kept asking. "Have you oriented yourself yet? How do you like our little destroyer?" "Well, not bad for a Piefkensteamer*5. A bit big for a small ship, no? The length is well between the good old Habsburg and the Viribus. Nevertheless, yes it looks very modern. However, there are also twenty years between today and my last station at sea. Oh, these were still times. Now where is the smut-je with my liqueur?" As if it was an order, Fritz reappeared. He had the correct bottle in his hand and wiped the dust off. Then he took a dusty liqueur glass and wiped it clean as well. After that, he finally served the Fregattenleutnant liqueur the liquor. FLeu Moser sipped it with relish. "Ah, so it's still up between me and the Piefkenmarine. Kapitän, if you always keep a bottle on board, I promise you that I will do my best in the fight against the Nixe for our beautiful, great, German fatherland." He toasted towards Korky and Kowalski. Both toasted back sheepishly. When the FLeu had finished his liqueur, he apologized and left the room. "Actually, he fits in with us very well," said Kowalski when FLeu Moser had left the room. "Yes, but probably it will take a while until we get used to each other. Him and we all. I also have to remind him again about the wearing style of a German uniform," Korky replied. Both took another sip of their half-full beer glasses. At that moment, the door flew open so violently that Kowalski nearly spilled his beer and Korky winced. Both turned on their stools to see who had burst in through the door. It was their new best friend from the SS.
 

„KAPITÄN! Ich kann diese Volksschädlinge nicht länger an Bord dulden! Sie sind eine Schande für die ganze Mannschaft und…. Ist das Bier? Trinken Herr Kapitän etwa an Bord und ….“ „Wir sind nicht im Dienst Untersturmführer und was soll die Aufregung überhaupt?“ unterbrach ihn Korky scharf. „Die drei Volksschädlinge wollten eines ihrer jüdischen Rituale an Bord abhalten. Ich musste sie mit Waffengewalt davon abhalten!“ Korky war völlig perplex. „Was für ein jüdisches Ritual genau, Untersturmführer Lüdig?“ Korky war ebenso verwirrt wie verärgert. „Woher soll ich das wissen? Ein guter, deutscher Arier sollte sich nicht zu sehr damit befassen. Sie hatten nur schon ihre albernen Käppchen aufgesetzt und unterhielten sich in einer Kajüte mit seltsamen Worten. Ich musste einschreiten um das zu unterbinden!“ Korky seufzte schwer. „Und jetzt? Soll ich sie von Bord werfen, weil sie komische Hüte tragen und seltsame Worte sprechen? Wenn das ein Kriterium sein sollte, müsste Oberleutnant Huber schon längst im Vorpiek sitzen.“ Untersturmführer Heinrich Lüdig musste sichtbar an sich halten. „Aber sie werden doch wenigstens raus geschmissen, nicht wahr Kapitän?“ „Mein lieber Untersturmführer Lüdig, wenn ich nach Belieben über mein Personal entscheiden könnte, würden sich einige Leute schon nicht mehr an Bord befinden. Sie werden sich aber daran gewöhnen müssen, dass diese Leute zwangsweise hierher versetzt wurden und wir sie auf absehbare Zeit auch nicht loswerden können. Sonst noch was?“ „Jawohl. Ich finde der Alkoholkonsum auch außerhalb der Dienstzeiten sollte eingeschränkt werden, Herr Kapitän. Wir befinden uns im Krieg und sollten daher jederzeit bereit sein, so wie unser geliebter Führer ebenfalls jederzeit dem Alkohol entsagt, damit er bei Tage und auch bei Nacht bereit ist für die Wacht über unser geliebtes Vaterland und….“ „Jajajajaja, is ja gut jetzt Untersturmführer. Ihre Eingabe ist hiermit abgelehnt. Und im Übrigen sind sie ab sofort der zweiten Wache unter Oberleutnant Huber eingeteilt. Wegtreten.“ Untersturmführer Lüdig stand etwas perplex weiter herum. „WEGTRETEN!“ herrschte Korky ihn an. Der Angesprochene erschrak und sah zu, dass er aus der Offiziersmesse kam. Als er weg war drehten sich Korky und Kowalski wieder zu Fritz um, der die ganze Zeit betont gelassen in seiner Zeitschrift gelesen hatte. „Mach uns jeweils nochmal ein Gedeck, Fritz“, sagte Korky zum Smutje, welcher der Aufforderung prompt nachkam. „Ts, die heutige Jugend. Keinerlei Anstand und Disziplin mehr. Anherrschen muss man die, damit sie reagiert. Kurwa!“ schmipfte Korky. „Tak, kurwa!“ bestätigte Kowalski. „Ja,“, pflichtete Hannah auf dem Barhocker neben Korky bei. „Was habt ihr grad gesagt?“, fragte sie
"KAPITÄN! I can no longer tolerate these people's pests aboard! They are a shame for the whole crew and .... Is that beer? Does the Kapitän drink aboard and ..." "We are not on duty Untersturmführer and what's the fuss anyway?" Korky interrupted sharply. "The three people's pests wanted to hold one of their Jewish rituals on board. I had to stop them by force of arms!" Korky was completely puzzled. "What kind of Jewish ritual exactly, Untersturmführer Lüdig?" Korky was as confused as he was annoyed. "How should I know that? A good German Aryan should not be too concerned with such things. They had already put on their silly caps and talked in a cabin in strange words. I had to intervene to stop it!" Korky sighed heavily. "And now? Shall I throw them off because they're wearing funny hats and talking in strange words? If that would be a criterion, Leutnant Huber would have had to be thrown into the brig a long time ago." Untersturmführer Heinrich Lüdig had to keep himself visibly together. "But they will be thrown out at least, will they not, Kapitän?" "My dear Untersturmfuhrer Lüdig, if I could choose my staff at will, some people would not be on board in the first place. But you will have to get used to the fact that these people were forcibly transferred here and we cannot get rid of them in the foreseeable future. Anything else?" "Yes. I think alcohol consumption outside of office hours should be limited, Kapitän. We are at war and should therefore always be ready, just as our beloved Führer renounces alcohol at any time so that he is ready by day and by night to watch over our beloved Fatherland and ..." "Jajajajaja, that’s enough now Untersturmführer. Your petition is hereby rejected. And by the way, you are now assigned to the second guard under Oberleutnant Huber. Dismissed." Untersturmführer Lüdig was a bit perplexed around. "DISMISSED!" Korky barked. The addressee was startled and left the wardroom in a hurry. When he was gone, Korky and Kowalski turned back to Fritz, who had spent all the time reading calmly in his magazine. "Make us each a Gedeck again, Fritz," said Korky to the Smutje, who promptly complied. "Ts, today's youth. No decency or discipline anymore. You have to yell at them for them to react, kurwa!" Korky said. "Tak, kurwa!" Confirmed Kowalski. "Yeah," Hannah agreed on the barstool next to Korky. “What did you just say?” she asked. ////

 

 

*He talks about the harbour city, not the ship.
**Herrengedeck = One Korn + one Beer
***“Pimpf“ was a rank of the Hitler youth, like inside the scouts, and referred to the younger boys.
****Fregattenleutnant was a rank in the Austrian navy until 1918. It is about equivalent to a Oberleutnant zur See in the German navy.
*5”Piefke” is an Austrian term for Germans.

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Still the 25. Oktober 1939, Marinearsenal Kiel, Zerstörer Hans Lüdemann, Offiziersmesse 10 seconds later
 

Korky schreckte wieder kurz zusammen „Ich nehm‘ das Gleiche wie die beiden, Fritz.“ Fritz stellte Hannah völlig unbeeindruckt auch ein Herrengedeck hin. „Und wie ist es unter Tage?“ wollte Kowalski wissen. „Ach, ganz gut.“, seufzte Hannah, „die neuen Matrosen sind noch ein bisschen schwach auf der Brust und der Hilfsingenieur hat bisher nur an Automobilen herumgeschraubt, aber das wird schon. Stimmt das jetzt eigentlich, dass wir einen an Bord haben der auch schwarz bleibt, wenn er sich wäscht?“ „Ja ‚nen Neger*.“, merkte Korky an. „Echt? Ich hab noch nie einen gesehen. Den muss ich mir später mal von nahem anschauen!“ „Pah, ich hab genug von denen gesehen damals im Ruhrkampf. Die Franzosen hatten da keine Probleme mit die einzusetzen.“, kommentierte Kowalski. „Wir haben auch eine Walküre an Bord die in verschmierter Arbeitshose in die Offiziersmesse kommt und ihrem Kapitän durch plötzliches Auftauchen fast einen Herzinfarkt verpasst.“ Meckerte Korky mit gespielter Empörung. „Sonst noch was Kap….Alfred?“ „Nein, eigentlich nicht Hannah. Ich bin sehr zufrieden mit dir. Du könntest mich nur mal in einsamen Nächten besuchen kommen.“ Korky grinste sie an. Hannah hatte gerade in ihre Uniform gewechselt und wurde jetzt knallrot. „W-W-wie bitte?“ „Ach, hör nicht hin Hannah. Fred wird immer frech bei Frauen, wenn er erstmal einen im Kahn hat.“, schaltete Kowalski sich ein. „Ja das stimmt, da hat Adam Recht.“ Korky grinste Hannah verlegen an, die immer noch knallrot auf ihrem Hocker saß. Hannah trank hastig ihren Korn, den Fritz sofort nachlegte. „W-was ist…äh.. machst du denn jetzt mit dem Neger?“ fragte Hannah. Korky wandte sich auch wieder seinem Getränk zu. „Ich hab‘ noch keine Ahnung was ich mit dem mache. Ist wohl eigentlich Schneidergeselle. Leider sind wir kein Segelschiff. Mal gucken ob Karl den in der Schneiderei brauchen kann. Aber gerade von da sind ja alle geblieben. Warum auch immer.“ „Jaja, unsere tapferen Schneiderlein!**“ scherzte Kowalski und alle drei lachten und kippten ihren Schnaps. „Wusstet ihr dass der Neger einen Arierschein hat?“ warf Korky in die Runde. „Ach jetzt hör auf Fred.“, meinte Kowalski. „Is‘ nich‘ wahr?“ staunte Hannah.
Korky winced again "I get the same as those two, Fritz." Fritz, completely unimpressed, served Hannah a Herrengedeck. "And how are things underground?" Kowalski wanted to know. "Oh, pretty good," Hannah sighed, "the new sailors are still a bit weak on the chest and the auxiliary engineer has been working only on automobiles yet, but he’ll be fine. Is it really true that we got one man aboard who stays black even when he washes himself?" "Yes, a Negro*", Korky remarked. "Really? I have never seen one. I have to look at him later!" "Pah, I've seen enough of those in the Ruhr fight. The French did not have any problems with deploying them," commented Kowalski. “We also have a Walküre on board who enters the wardroom in dirty work trousers and nearly gives her captain a sudden onset of a heart attack." Korky grinned with mock indignation. "Anything else, Kap ... Alfred?" "No, not really Hannah. I am very satisfied with you. You could just visit me in my cabin on lonely nights some time." Korky grinned at her. Hannah had just changed into her uniform and was now blushed bright red. "P-p-pardon me?" "Oh, do not listen to him Hannah. Fred always gets stupid around women once he gets one in the boat.**" Kowalski intervened. "Yeah, that's right, Adam's right." Korky grinned sheepishly at Hannah, who sat still bright red on her barstool. Hannah hastily drank her Korn, which Fritz immediately refilled. "W-what is ... uh .. are you doing with the Negro for now?" Hannah asked, as Korky turned back to his drink. "I have no idea what I'm doing with him. He’s actually a tailor. Unfortunately, we are not a sailing ship. Let's see if Karl can use him in the tailory. But of all places on the ship, from there everyone stayed with us. Dunno why." "Yes, our brave tailors!***" Kowalski joked and all three laughed and dumped their Schnaps. "Did you know the Negro has an Aryan certificate?" Korky interjected. "Oh, come on Fred!", Kowalski said. "Seriously?" Hannah marveled.

„Doch, doch. Er hat mir alles ungefragt gezeigt als ich ihn mal einzeln rausgezogen und gemustert habe. Ich dachte ja der käm‘ aus Deutsch-Südwest oder so. Aber der kommt astrein aus Oldenburg***. Vor Generationen haben die da wohl mal eine Expedition nach Afrika gemacht und dabei seine Sippe mitgebracht. Ungefähr 30 Neger. Und die durften dann in der Grafschaft Oldenburg leben und sind auch fast alle da geblieben. Der konnte sogar brav nachweisen, dass er schon soundso viele Generationen deutsche Vorfahren hatte. Noch vor der Reichsneugründung. Aber das waren halt fast alles Neger. Also ist da ein dicker Stempel ungültig auf dem Nachweis. Tja Kowalleck, der Neger ist vermutlich arischer als du.“, grinste Korky seinen KaLeu an. Der guckte etwas verdrießlich, dachte er doch an den Ärger den er wegen seines Namens ständig mit dem neuen SS-Offizier hatte. Hannah lachte laut. „Schick ihn runter zu uns, da fällt er nicht auf.“, scherzte sie. „Vielleicht nicht die schlechteste Idee, Hannah. Handwerker ist er ja. Aber ich glaub in der Werkstatt können die ihn besser gebrauchen.“ Korky trank einen Schluck. „Nachher sprech ich mal mit Oberbootsmann Maar.“ „Stimmt, warum machst du Frank nicht zum Decksältesten?“ „Hm, nee. Keine gute Idee. Frank hat schon genug mit der Werkstatt zu tun. Das muss einer aus der Wachmannschaft sein. Naja, jetzt haben wir noch eine Woche um aus diesem Sauhaufen eine funktionierende Mannschaft zu machen. Heute kam der Befehl rein, bis zum 31 Oktober klar Schiff zu machen. Der Admiral persönlich möchte uns in den Auftrag entlassen. Mit Ansprache und Truppenappell und allem Drum und Dran. Meinste wir schaffen das Kowalleck?“ „Nein, Fred. Wie soll das gehen?“ „Ach ihr schafft das schon Männer!“, warf Hannah ein. Alle drei hoben ihr Glas und nahmen einen kräftigen Schluck Bier.
"Yes, yes. He showed me everything unasked when I pulled him aside and mustered him. I thought he came from German South-West or something. But he comes straight from Oldenburg****. Generations ago, they apparently went on an expedition to Africa, bringing with them his clan. About 30 Negroes. In addition, they were allowed to live in the state of Oldenburg and almost all of them stayed there. That atta boy could even prove to have had German ancestors for many generations. Even predating the foundation of the new Reich. But they were almost all Negroes. So there is a thick stamp on it to invalidate the certificate. Well, Kowalleck, the Negro is probably more Aryan than you.", Korky grinned at his KaLeu. Kowalski looked a bit annoyed, since he thought of the trouble he had constantly with the new SS officer because of his name. Hannah laughed loudly. "Send him down to us, he will not stand out there.", She joked. "Maybe not the worst idea, Hannah. He is a craftsman. But I think they can do better with him in the workshop." Korky took a sip. "I'll talk to Oberbootsmann Maar afterwards." "That's right, why don’t you make Frank the deck senior?" "Hm, no. Not a good idea. Frank already has enough to do with the workshop. It has to be one of the regular guard. Well, now we have another week to make this heap a working team. Today the order came in to clear the ship for operations until October 31st. The admiral wants to dismiss us personally into the mission. With speech and troop appeal and all the trimmings. Do you think we can do that Kowalleck?" "No, Fred. How should we manage that task?" "Oh, you can manage, men!” Hannah interjected. All three raised their glasses and took a sip of beer.

„Hast du eigentlich gehört, dass Heinz*5 jetzt auch bei den Nixenjägern ist, Fred?“ „Ernsthaft? Aber nicht hier bei uns oder, Adam?“, fragte Korky mißtrauisch. „Nein, keine Sorge. Er ist bei den Ersten in Hamburg. Darf wohl mit seinem Kreuzer die Scharnhorst eskortieren. Haben wohl auch schon einen Angriff überstanden.“ „Jetzt mal langsam Adam. Heinrich ist in Hamburg, wurde schon angegriffen und darf der Scha‘nnhoast schöne Augen machen? Das ist ein bisschen viel auf einmal für deinen alten Kapitän.“ „Wer ist Heinrich?“, fragte Hannah neugierig. „Freds jüngerer Bruder. Er ist ein ganz ein politisch korrekter und Bewunderer des Führers. Fred und Heinz sind nicht gut auf einander zu sprechen. Aber ich glaube mit dem Lüdig würde Heinz sich blendend verstehen.“ „Aha. Von dem Angriff habe ich auch schon gehört.“ Meinte Hannah. „Ach, woher denn?“ fragte Kowalski. „Letztens wurde eine Walküre von Hamburg nach hier verlegt und wir Walküren können uns untereinander verständigen. So ziemlich alle Mädels wissen davon.“ „Und, wie war es?“ wollte Korky wissen. „Wohl ziemlich heftig, aber nur ein Luftangriff. Eine von den Kreuzern hat einen Treffer abbekommen, aber kann wohl repariert werden. Als unsere Luftwaffe kam, haben die wohl kurzen Prozess mit den Nixenfliegern gemacht. Seitdem war es scheinbar ruhig.“ „Na, dann ist ja gut. Verdammte Nixen. Apropos Nixen, hat die Scha’nnhoast nicht eine Kapitänin?“, fragte Kowalski. „Das hab ich auch gehört. Ihr Name ist Nel Celestine“, bestätigte Korky „Vermutlich macht sie beim Dönitz immer die B…“, brach Korky im letzten Moment ab, als ihm klar wurde, dass eine Dame anwesend war. „Du meinst bestimmt die Bude sauber.“, zwinkerte Hannah ihm zu. „Ja klar! Was denn sonst? Genau das meine ich.”, bestätigte Korky überschwänglich und alle drei kicherten. „Was ich so gehört habe über die Celestine versteht sie sich vermutlich gut mit Heinz. Sie soll auch ganz vernarrt in Führer, Volk und Vaterland*6 sein.“ Sagte Kowalski „Na dann passen die beiden ja zusammen wie Arsch auf Eimer. Fritz mach uns allen nochmal eins.“, brummte Korky seinen Smutje an. „Was ich so höre soll Scharnhorst eine ziemliche Hurra-Walküre sein. Immer ran und so.“, sagte Hannah noch, bevor alle drei ihr Korn stürzten. „Dann ist ja gut, dass wir dich haben. Mit dir kann man auch mal in Ruhe einen heben." "Hehe, rat mal warum du mein Kapitän bist Alfred. Mit dir kann man Pferde stehlen. Erinnerst du dich noch an…?“ „So viel zu tun, so wenig Zeit und die Aufgabe noch so unklar.“, unterbrach Kowalski und die anderen brummten ihre Zustimmung, bevor dann alle drei beim Bier ihren Gedanken nachhingen. Nur Fritz löste weiter Kreuzworträtsel.
"Did you actually hear about Heinz*5 now being with the Nixenjäger as well, Fred?" "Seriously? But not here with us Adam, right?" Korky asked suspiciously. "No, don`t worry. He is with the First in Hamburg. He probably escorts the Scha'nnhoast with his cruiser. Probably already survived an attack." "Easy now Adam. Heinrich is in Hamburg, has already been attacked and may ogle the Scha’nnhoast? That's a bit much for your old Kapitän at once." "Who's Heinrich?", Hannah asked curiously. "Fred's younger brother. He is a very politically correct*6 one and admirer of the Führer. Fred and Heinz are at odds. But I think Heinz would go along brilliantly with the Lüdig." "Aha. I have heard of the attack too.", Hannah said. "Oh, how so?", Kowalski asked. "Recently a Walküre was transferred over from Hamburg and we Walküren can communicate with each other. Pretty much all the girls know about the attack." "And how was it?" Korky asked. "Quite tough, but only an air raid. One of the cruisers got hit, but it can be repaired. When our Luftwaffe arrived, they probably made short work of the Nixen. It has been quiet ever since." "Well, that's good. Cursed Nixen. Speaking of Nixen, doesn’t the Scha'nnhoast have a female captain?", Kowalski asked. "That's what I heard. Her name is Nel Celestine.", Korky confirmed "Presumably she always goes to Dönitz for a sha...", Korky broke off at the last moment, when he realized that a lady was present. "You certainly mean she goes to Dönitz for a shack cleaning." Hannah winked at him. "Yeah, sure! What else? That's exactly what I mean." Korky confirmed exuberantly and all three giggled. "According to what I've heard about the Celestine, she probably gets along well with Heinz. She’s also very infatuated with Führer, Volk and Vaterland.*6", said Kowalski "Well then they fit together like ass on bucket. Fritz serve us all one more." Korky grumbled at his Smutje. "From what I hear Scharnhorst is quite a Hoo-rah-Walküre. Always up and at them.", Hannah said before all three downed their Korn. “Then it's good to have you around. With you we can peacefully drink along." "Hehe, guess why you are my captain Alfred. One can steal horses with you. Do you still remember ...?" "So much to do, so little time, and the task is so unclear,", Kowalski interrupted, and the others grunted their approval before all three of them pondered their thoughts about the beer. Only Fritz continued to solve crossword puzzles.


*”Neger(-in)” -equivalent to the english ”Negro”- was dropped in the 1990’s in Germany, because it can be used offensively (and since the ban it is considered offensive entirely). In 1939 it was not the offensive term for a black person where Adam, Alfred and Fritz are from. But in other parts of Germany. It’s complicated and weird, but for 1939 it’s appropriate in this context.

**”einen im Kahn haben”/”to have one in the boat” means you’re drunk, but can still form coherent thoughts and sentences

*** Reference to the fairy tale “the brave little tailor”, which is well known in Germany

****The black population in Germany at that time was a moderate four-digit number. While some were sent into concentration camps, others served in the Wehrmacht quite undisturbed, even receiving medals and promotions. The “black history” of Germany is not as linear as one could think. There is racism. Lots of it. But surprisingly few slaves and the first iron cross was awarded to a black officer(!) in 1870 during the Franco-German War. The first black professor at a German university gave lectures in 1736! Imperial law in Germany abolished slavery in 1235. That “tribe” in Oldenburg? I totally made them up.

*5 “Heinz” is lower german short for “Heinrich”. Can also be a proper name

*6 “political correctness” in Germany until the early 90’s meant you toed the party line. In this case the Nazi party.

*7 “Für Führer, Volk und Vaterland” is an infamous Nazi parole.

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